Chant d'amour (1)
Alphonse de Lamartine

Si tu pouvais jamais égaler, ô ma lyre,
Le doux frémissement des ailes du zéphyre
À travers les rameaux,
Ou l'onde qui murmure en caressant ces rives,
Ou le roucoulement des colombes plaintives,
Jouant aux bords des eaux ;

Si, comme ce roseau qu'un souffle heureux anime,
Tes cordes exhalaient ce langage sublime,
Divin secret des cieux,
Que, dans le pur séjour où l'esprit seul s'envole,
Les anges amoureux se parlent sans parole,
Comme les yeux aux yeux ;

Si de ta douce voix la flexible harmonie,
Caressant doucement une âme épanouie
Au souffle de l'amour,
La berçait mollement sur de vagues images,
Comme le vent du ciel fait flotter les nuages
Dans la pourpre du jour :

Tandis que sur les fleurs mon amante sommeille,
Ma voix murmurerait tout bas à son oreille
Des soupirs, des accords,
Aussi purs que l'extase où son regard me plonge,
Aussi doux que le son que nous apporte un songe
Des ineffables bords !

Ouvre les yeux, dirais-je, ô ma seule lumière !
Laisse-moi, laisse-moi lire dans ta paupière
Ma vie et ton amour !
Ton regard languissant est plus cher à mon âme
Que le premier rayon de la céleste flamme
Aux yeux privés du jour.


Song of Love (1)
Alphonse de Lamartine

If you could only equal, O my lyre,
The soft sighing of zephyr wings
Through the branches,
Or the wave that murmurs when caressing these shores,
Or the plaintive cooing of the doves,
Playing upon the waters;

If, like the reeds stirred by the gentle breeze,
Your strings could exhale that sublime language,
Divine secret of the skies,
That, in the pure resort where the lonely spirit rises,
The loving angels speak without words,
As do eyes to eyes;

If the subtle harmony of your sweet voice,
Softly caressing a blossoming soul
With whispers of love,
Could cradle it gently upon hazy images
Like the wind in the sky supporting the clouds
In the purple of day;

While my lover slumbers upon the flowers,
My voice would murmur softly in her ear
Whispers, harmonies
As pure as the ecstasy into which I am plunged by her look
As sweetly as the sound that carries a dream to us
Of untold shores!

Open your eyes, I would say, O my only light!
Let me, let me read in your eyes
My life and your love!
Your languishing look is dearer to my soul
Than the first ray of the celestial flame
To the private eyes of the day.

Translation: © David Paley


Gesang der Liebe (1)
Alphonse de Lamartine

Hättest du nur, O du meine Leier
Die sanften Seufzer der Zephyrflügel
Durch die Äste gleichkommen können,
Oder die Woge, die raunt, während sie diese Strände streichelt,
Oder das Gurren der Tauben
Das auf dem Gewässer spielt;

Hätten deine Saiten, wie das Schilf in der sanften Brise,
Jene erhabene Sprache ausatmen können,
Göttliches Geheimnis der Himmel,
Die im reinen Aufenthalt, wo sich der einsame Geist erhebt,
Und die liebevollen Engel ohne Wörter sprechen,
Wie Augen an Augen;

Hätte die feine Harmonie deiner süßen Stimme,
Die sanft eine blühende Seele
Mit Liebesgeflüstern streicheln,
Und sie sanft auf verschwommenen Bildern wiegen können,
Wie der Wind im Himmel, der die Wolken trägt,
Im Purpur des Tages;

Während meine Geliebte auf Blumen schläft,
Wurde meine Stimme sanft in ihr Ohr
Geflüster, Harmonien raunen
So rein wie die Ekstase, worin ich von ihrem Blick gestürzt bin
So süß wie der Ton, der zu uns einen Traum
Der unerzählten Strände trägt!

Öffne deine Augen, würde ich sagen, ach, mein einziges Licht!
Laß mich, laß mich in deinen Augen
Mein Leben und deine Liebe lesen!
Dein schmachtender Blick ist teurer zu meiner Seele,
Als der erste Strahl der himmlischen Flamme
Zu den privaten Augen des Tages.

Übersetzung: © David Paley